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30 by Johannes – „Anemoia“ Nostalgic Playlist

"Anemoia" Nostalgic Playlist Cover

Von Johannes kommt die nächste 30 by Playlist. Sie heißt „Anemoia“ und lässt sich am ehesten in die Kategorie Nostalgic Playlist einordnen. Doch was bedeutet dieses Wort überhaupt?

Anemoia ist die Nostalgie für eine bestimmte Zeit, die man nie selbst erlebt hat; die Sehnsucht nach einer Zeit und ihre Atmosphäre, ihr Lebensgefühl. Dieses Gefühl hat Johannes in seiner Nostalgic Playlist auf Spotify eingefangen. Am Besten erklärt er euch einfach selbst, was genau diese Playlist für ihn bedeutet.

Anomoia Definition Urban Dictionary

Urban Dictionary

Woran erinnert dich die Musik?

Die Sehnsucht nach vergangenen Zeiten, als die Welt noch klein und überschaubar war. Ein aufregendes Lebensgefühl, in den 70ern leben, in verrauchten Clubs abhängen, durch’s Land trampen, abends am Lagerfeuer sitzen, in die Sterne starren und von einer besseren Welt träumen.

In welcher Situation hörst du „Anemoia“ am liebsten?

Die Liste ist super, um mit Freunden einen Wein zu trinken, es sich zuhause mit einem warmen Tee gemütlich zu machen oder einfach verträumt bei einem Roadtrip aus dem Fenster zu gucken.

Welche Musik hörst du ansonsten?

All over the place. Musik braucht für mich einen roten Faden, muss ein Gefühl vermitteln – so lange das stimmt, kann es alles sein: Bassig, sanft, elektronisch, ruhig, verspult, laut, freaky, deep, langsam, schnell, Oldie, Rap. Besonders gern höre ich gerade Nicolas Jaar und alles von Soft Hair.

"Anemoia" Nostalgic Playlist Cover

KLICK

Empfindet ihr auch Nostalgie für eine Zeit, die ihr nie erlebt habt? Verkörpert Johannes‘ Nostalgic Playlist „Anemoia“ vielleicht sogar auch für euch dieses Gefühl? Und falls ihr die Playlist nie wieder hört, habt ihr zumindest ein neues Fremdwort gelernt.

Rückblick auf die letzten drei Monate (Juli, August, September)

Malimo auf dem Feel Festival

Und schon ist der Sommer vorbei. Zack, Boom, fertig. Ging wieder ganz schön schnell, oder? Feel Festival, neues Büro und neue Teammitglieder gehörten zu unseren letzten Monaten. Wir nutzen das graue Wetter jetzt als Anlass, um gemütlich bei einem Tässchen Tee einen Rückblick auf die Highlights der letzten Monate zu machen.
Das perfekte Timing, den Sommer Revue passieren zu lassen und zu reflektieren, was in den wilden Monaten alles abging. Was hat sich im Laufe der Zeit verändert? An welchem Punkt standen wir noch vor einigen Monaten und wo stehen wir jetzt?

Zur gleichen Zeit haben wir, nach nur drei Besichtigungen, unser wundervolles Loft-Büro in Moabit gefunden. Ein perfekter Match für uns. Die ersten Wochen waren wir so geflasht von der Größe des Raumes, dass wir ca. alle 10 Minuten von unserem neuen Schreibtisch aufgestanden sind um ein Mal durch den ganzen Raum zu schlendern, einfach, weil wir konnten.

Bei uns hat diesen Sommer ein Höhepunkt den nächsten gejagt. Anfang Juli haben wir mit Samira auf dem Tempelhofer Feld unsere neue Splash Jacke geshootet.

Malimo auf dem Feel Festival

Während wir im August in Berlin dahingeschmolzen sind, herrschte in Indien der heftigste Monsoon seit 30 Jahren (laut Aussage von einem unserer Schneider aus Rajasthan). Unsere Nachbestellungen konnten ein paar Wochen nicht verschickt werden, da die Straßen hüfthoch geflutet waren.

Schwups stand auch schon das Feel Festival vor der Tür. Die fünf Tage waren uns ein Fest. Wir hatten ausgiebig Zeit, mit bekannten und neuen Gesichtern zu schnacken, zu lachen und Quatsch zu labern. Es war eine mega schöne Erfahrung, so viele Kund*innen persönlich kennenzulernen und Komplimente, Wünsche und Anregungen zu hören. Andere Designer*innen wie Ariane Truisi, Hasachi, Sonntag Berlin und auch Holger, der Veranstalter vom Kreativmarkt, haben uns jeden Tag versüßt. Als wir Anfang August privat auf ein Festival gefahren sind, haben wir mehr als 10 Leute mit Jacken & Kimonos von uns entdeckt. Das hat uns einfach nur umgehauen.

Das nächste große Highlight war unser Team-Zuwachs. Neben Valli, der Kundenservice und Lager fest im Griff hat, und Paulina, die den Bereich Kooperationen übernimmt, durften wir Zoé für den Bereich Social Media in unserem Team Willkommen heißen. Die besten Tage des Sommers waren die, an denen wir alle gemeinsam zum Mittag zusammensaßen.

Eines Tages Anfang September bekamen wir den Link zu diesem abgefahrenen Set  zugeschickt, in dem Jonas Saalbach in der atemberaubendsten Location unsere Paisley Bomber trägt. Macht einfach nur Spaß, das Video anzugucken. Keine große Überraschung, dass der größte Moment im September der Fridays For Future Klimastreik war. Wie wahrscheinlich alle Teilnehmenden hat es uns umgehauen, wie viele Menschen am Start waren und welche Energie in der Luft lag. Als wir bei der kleinen Bühne im Protestcamp vorm Bundeskanzleramt saßen und Dota gelauscht haben, beschlich uns das Gefühl ein Teil von einer Bewegung zu sein, die Geschichte schreibt.

Diesen September weht eine frische Brise von Veränderung durchs Malimo Headquaters. Wir haben uns im Team zusammengesetzt und sind mal richtig grundsätzlich geworden. Wir haben die Zukunft besprochen, uns neue Ziele gesetzt und an Visionen gefeilt. Neben eigenen neuen Designs freuen wir uns über unsere erste Zusammenarbeit mit einem talentierten Berliner Künstler. Wir sind aufgeregt auf Alles, was kommt.

Und jetzt? Die nächsten Monate versprechen nicht viel ruhiger zu werden als die letzten. Nächster Termin ist der Holzmarkt Designer Sale am ersten Oktober Wochenende. Danach steht ein neuer Foto-Shoot und der Release unserer neuen Kollektion ins Haus. Nebenbei suchen wir nach ein bis zwei neuen Team Mitgliedern. Promise: Es wird nicht langweilig. Und der nächste Rückblick wir bestimmt genauso spannend.

Interview: 10 Fragen an Isabell & Johannes

 

Die Mädels von Aequem haben uns zehn Fragen gestellt. Das Original Interview auf Englisch findet ihr auf Aequems Blog.

1. Hey ihr beiden, erzählt uns ein bisschen von euch und wie ihr euer Label gestartet habt.

Wir sind Johannes & Isabell, die Gründer von Malimo. Statt Modedesign zu studieren, sind wir fast zwei Jahre lang um die Welt gereist. Als wir in Indien waren, konnten wir nicht anders, als uns in all die Farben und Muster zu verlieben. Das Land hat uns sehr inspiriert. Ganz spontan bauten wir eine enge Beziehung zu unserem derzeitigen Schneider auf. Er teilt unsere Wertschätzung für Menschen und unseren Planeten. Wir drei waren sofort ein Match. Seitdem wachsen wir mit MALIMO zusammen. Wir haben ne Menge Spaß dabei.

2. Wie findet ihr Inspiration, wenn ihr neue Stücke entwerft?

Wir finden Inspiration auf Reisen in weit entfernte Gegenden wie Indien und Indonesien. Ansonsten lieben wir es mehr über Modegeschichte zu lernen. Wir haben gerne traditionelle Elemente in unseren Designs und mischen diese mit aktuellen Trends. Die Bomberjacke zum Beispiel ist ein Stück mit einer langen, interessanten Geschichte. Unser Ziel ist es, Stücke zu entwerfen, die unsere heutige Zeit repräsentieren und dennoch zeitlos sind.

3. Für uns hier bei Aequem ist Nachhaltigkeit alles. Was bedeutet Nachhaltigkeit für euch und MALIMO?

Wir beide haben einen ziemlich alternativen Hintergrund. Viele unserer Freunde sind Vegetarier, kaufen Bio-Lebensmittel und fahren hauptsächlich mit dem Fahrrad oder Öffis. Für uns ist Nachhaltigkeit ein Lebensstil, mit dem wir aufgewachsen sind. Es fühlt sich für uns natürlich an, unseren Kaffee ins eigene Einmachglas to go zu holen. Uns sind die Auswirkungen der Modewelt, generell großer Firmen, auf unserem Planeten bewusst. Für uns ist Nachhaltigkeit der einzige Weg. Auf diesen Grundsatz haben wir MALIMO aufgebaut. Wir vermeiden Plastikmüll, wo wir können, verwenden unsere zurückgesendeten Versandkartons wieder und pflanzen zehn Bäume für jeden Einkauf.

4. Wir lieben den entspannten Vibe eurer Marke. Wie habt ihr diese Ästhetik entwickelt?

Als wir mit MALIMO anfingen, war Minimalismus großer Trend in der Mode. Schlicht, weiß, grau und schwarz. Das hat uns ziemlich gelangweilt und wir haben uns für eine buntere Alternative entschieden. Wir fanden, dass besonders faire und nachhaltige Mode an „Spritzigkeit“ mangelt. Diese Langweiligkeit wollten wir durchbrechen.

5. Wo und wann trägt man eure Teile am besten?

Wirklich zu jedem Anlass und an jedem Ort. Wir hatten eine 75-jährige Dame, die eine unserer Jacken für eine Hochzeit kaufte. Am nächsten Tag kaufte ein 18-jähriger Dude eine zum Skaten.

6. Okay, jetzt erzählt uns mehr über euch…

Johannes wollte immer Erfinder oder Zauberer sein. Isabells größter Traum war es, Kriminalkommissarin bei K11 zu sein. So wie’s aussieht bleiben wir jetzt  aber erstmal bei Mode.

7. Was macht ihr als erstes, wenn ihr morgens aufwacht?

Wir beide sind ziemlicher Fan davon eine Morgenroutine zu haben: Bett machen, Heiße Zitrone trinken, meditieren, eine kurze Yoga-Session, und ein Käffchen zum Tagebuch schreiben.

8. Wenn ihr Celebrity wärt, wer würdet ihr sein?

Richard Branson, wenn man ihn als Celebrity bezeichnen kann. Das Leben auf Neckar Island ist bestimmt nicht ganz übel.

9. Welches ist euer Lieblingsstück aus der aktuellen MALIMO Kollektion und warum?

Aktueller Favorit ist unsere Dancing Bird Wendejacke. Man kann sie wenden wie man gerade Lust hat. Entweder volle Kanne Funky mit unserem Bird Print oder Undercover mit der einfarbigen Seite. 

10. Wenn ihr unseren Lesern einen Ratschlag mit auf den Weg geben könntet, was wäre das?

Wir sind alle eins. Wir sind alle atmende Menschen, die gemeinsam auf der Erde leben. Konzentriert euch nicht auf die Unterschiede zu anderen, sondern auf Gemeinsamkeiten.