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Persönlicher Stil – Aus Sicht unserer Stylistin Sonja Wickerath

Sonja Wickerath (@sonjawick) hat für unsere Shopfotos und bei der Kampagne der Sofa Blazer das Styling übernommen. Sonja hat Psychologie studiert und ist nicht nur als Stylistin tätig. Sie hat aus vielen unterschiedlichen Bereichen Einblicke in die Modebranche und entwickelt außerdem ihre eigene Brand @thevlaueofthings. Erfahre in unserem Interview ihre ganz persönliche Einstellung zu Fashion und hole dir die eine oder andere Inspiration für deinen persönlichen Style…

Sonja mit dem ornament Sofa Blazer

Wie ist dein Leben als Stylistin?
Da ich auch andere Dinge neben Styling mache, es vielleicht spannend hierüber  zu sprechen. Ich mag es nämlich total, Abwechslung im Alltag und im Job zu haben. Wenn sich jeder Tag gleich anfühlt, wird mir schnell langweilig. Außerdem profitiere ich davon, aus verschiedenen Bereichen zu lernen und mein Wissen dann zu integrieren.
Was machst du denn noch, abgesehen von Styling?

Ich bin Freiberuflerin und arbeite in verschiedenen Bereichen: als Stylistin, Art Director, Copywriterin oder auch als Social Media Managerin.

Worauf achtest du, wenn du mit  einer Marke zusammenarbeitest?

Mir ist wichtig, dass ich die Werte der Marke teile und mir das Team sympathisch ist. Dabei höre ich gerne auf mein Bauchgefühl.

Sonja live in action bei unserem Fotoshooting mit Gaius Okami

Wie lebst du am liebsten deine Kreativität aus?

Am liebsten in Fotos. Ich liebe es, kleine Details und Stimmungen einzufangen. Fotos können für mich viel mehr Gefühle und Inspiration hervorbringen, als die Realität es kann. Ich lebe mich aber auch gerne kreativ durch das Einrichten meiner Wohnung aus. Oder eben durch meinen Job.

Folge @sonjawick auf Instagram für mehr inspirierende Fotografien wie diese

Auf der Suche nach nach neuen Styling Ideen versuche ich, nicht zu sehr von meinem Look abzuweichen und einen authentischen, eigenen Stil zu entwickeln.

Wie würdest du deinen Stil beschreiben und was bedeutet dir Mode?

Schlicht – mit ein paar Hinguckern. Ich trage gerne schwarz und kombiniere dazu ausgefallene Accessoires.

Mode bedeutet für mich, meine Persönlichkeit zu unterstreichen. Wenn ich etwas trage, das mir nicht entspricht, fühle ich mich automatisch unwohl.

Sonjas Styling mit dem meadow Sofa Blazer

Woher ziehst du deine Inspiration?

Tatsächlich ziehe ich viel aus Street Style. Ich registriere schnell, wenn jemand einen speziellen Stil hat und das inspiriert mich. Ich schaue mir auch gerne Brands auf Instagram an oder auch mal die eine oder andere Fashion Show. Gleichzeitig versuche ich aber auch bei mir zu bleiben. Wenn man sich nur inspirieren lässt, entwickelt man keinen authentischen, eigenen Stil. Zumindest ist das mein Gefühl.

Hast du einen Styling Tipp?

Trau dich! Ich finde, wir könnten alle mehr wagen in Sachen Fashion. Ein ganz konkreter Tipp wäre mal darauf zu achten, wie man sich in bestimmter Kleidung fühlt. Im Idealfall findet man nach und nach einen Look, in dem man sich wohl und selbstbewusst fühlt. Und ich glaube, das ist genau der, der zu einem passt.

 Ich finde, wir könnten uns im Bereich Fashion alle etwas mehr trauen.

Was wünschst du dir für die Zukunft der Modeindustrie?

Ich wünsche mir, dass Nachhaltigkeit nicht mehr die Ausnahme, sondern die Regel ist. Im Moment gibt es viele Veränderungen und kleine, coole Brands, tolle Dinge tun. Ich würde mir wünschen, dass auch die Großen endlich mal umschwenken.

Klicke auf das Bild und sieh dir Sonjas Styling der Sofa Blazer an

Wie lange lebst du schon in Berlin und was gefällt dir daran?

Ich lebe hier seit 4 Jahren. Es gibt mir ein Gefühl unglaublicher Freiheit, dass es die Leute nicht groß interessiert, was andere machen. Hier gibt es so viele bunte Vögel, dass ich sogar manchmal im Pyjama einkaufen gehe und das gar nicht auffällt. (lacht)

Was inspiriert dich hier?

Der Street Style und die Art und Weise, wie die Menschen ihr Leben leben. Es geht hier oft weniger um Geld als um Selbstverwirklichung. Außerdem mag ich, dass Berlin große Freiflächen und viele Seen und Wälder hat, dadurch fühle ich mich eigentlich gar nicht so sehr wie in einer Metropole.

 Was sind deine Lieblingsorte in Berlin?

Top 1 ist für mich das Tempelhofer Feld und ich habe das Glück, ganz in der Nähe zu wohnen. Ansonsten bin ich gerne in Neukölln am Ufer oder auch im Gräfekiez. Ganz neu ist für mich der Wedding, ich bin hier zur Zeit öfter und muss sagen, dass es mir auch gut gefällt, schön ruhig. (lacht)

Manuel Soria – Argentinischer Fotograf in Berlin

Malimo bouquet Sofa Blazer, Photography by Manuel Soria

Manuel Soria (@manuelfsoria) ist ein argentinischer Fotograf und fotografierte für uns unter anderem die wunderschönen Sofa Blazer Fotos. Hast du dich schon immer gefragt, woher ein Fotograf seine Inspirationen nimmt? Oder wie er Kleidung gezielt bei einem Fotoshooting einsetzt? Diese und noch mehr Fragen beantwortet Manuel uns in seinem Interview.

Malimo bouquet Sofa Blazer, Photography by Manuel Soria

Kibibi im ornament Sofa Blazer, Margaryta im meadow Sofa Blazer / Styling by Sonja Wick

Was machst du?
Ich arbeite als Fotograf in einem Start-up-Unternehmen und nebenbei auch freiberuflich. Außerdem habe ich als kleines Hobby einen YouTube-Kanal, auf dem ich Videos über das Leben in Berlin/Deutschland hochlade. Damit möchte ich der spanischsprachigen Gemeinschaft helfen, die in dieses Land ziehen möchte.
Insgesamt versuche ich, jeden Tag zu genießen. Ich bin gerade mit meiner Freundin zusammengezogen und wir haben viel Spaß bei der Einrichtung unseres neuen Zuhauses. Wir kommen beide nicht aus Deutschland und es ist wirklich wichtig für uns, hier ein Stück Heimat zu finden.

Behind the Scenes Aufnahmen von unserem Shooting auf den Straßen von Berlin, shot by Sonja

Wie ist dein Leben als Fotograf?
Mein Leben als Fotograf ist gemischt. Ich habe das Glück, das zu tun, was mir gefällt, sowohl als Angestellter als auch als Freiberufler. Bei beiden Arbeitsformen recherchiere ich, erstelle Moodboards, denke, fotografiere und bearbeite ich Bilder. Bis zum Shooting Tag ist es eine Menge „Büroarbeit“, aber all das zahlt sich aus, wenn dieser Tag zu 100% organisiert ist. Dann kann das gesamte Team reibungslos arbeiten und unterwegs neue Ideen entwickeln.

Ich versuche, so viel wie möglich mit anderen kreativen Menschen wie Malern, Tänzern, Stylisten usw. in Verbindung zu bleiben. Aber es ist schwer, hier herauszustechen. Berlin ist eine große Stadt mit vielen kreativen und unglaublichen Menschen und manchmal muss man ein bisschen rücksichtslos sein und sich selbst einbringen, wenn man sich durchsetzen möchte.

Was inspiriert dich?
Normalerweise die Straßen von Berlin oder von jedem anderen Ort. Ich achte immer möglichst aufmerksam auf meine Umgebung: Auf die Geräusche, das Licht und all die winzigen Details, die andere Menschen nicht wahrnehmen.
Ich erinnere mich auch gerne an Figuren und Persönlichkeiten zurück, die ich als Teenager in Argentinien im Fernsehen gesehen habe. Normalerweise passiert all das nicht bewusst, aber diese Dinge bleiben in meinem Kopf und irgendwann, wenn ich etwas kreieren will, kommen sie als seltsame und interessante Mischung heraus.

 

Bei der Zusammenarbeit mit Malimo hat sofort alles gepasst.

Was ist dir wichtig bei der Zusammenarbeit mit einer Brand?

Wenn ich mit jemandem zusammenarbeite, ist es mir wichtig, auf einer Wellenlänge zu sein, nützliches Feedback zu erhalten und miteinander Ideen zu entwickeln. Mit Malimo war es so, es hat alles sofort gepasst. Was ich in meinem Kopf hatte, war irgendwie das, was ihr auch in eurem Kopf hattet. Diese Momente, in denen man sich verbindet, sind großartig.

Malimo bouquet Sofa Blazer, Photography by Manuel Soria
Was bedeutet dir Mode?
Mode ist für mich die Möglichkeit, die Person zu sein, die man sein möchte und so sein wahres (oder falsches) Ich zu zeigen. Man kann jede Figur spielen, die man sich vorstellt. Mit seiner Kleidung kann man außerdem ein Statement setzen und zeigen, wofür man steht.
Da ich ursprünglich aus der Filmindustrie komme, bietet mir die Modefotografie auch die Möglichkeit, Geschichten zu erzählen und so zu arbeiten, als ob ich einen Kurzfilm drehen würde. Kleidung erschafft eine Geschichte und als Fotograf versuche ich, diese Geschichte festzuhalten.
Was wünschst du dir für die Zukunft der Modeindustrie?
Hier in Europa erlebte ich Fast Fashion zum ersten Mal. In Argentinien war es aufgrund von staatlichen Restriktionen und der Wirtschaftspolitik nie billig, Kleidung zu kaufen. Man kauft etwas und benutzt es, solange es geht. Als ich hier ankam, war ich schockiert, wie günstig Kleidung sein kann. Eine Zeit lang konsumierte ich viel, aber mit der Zeit begann sich Fast Fashion für mich seltsam anzufühlen. Daraufhin machte ich mich auf die Suche nach nachhaltigen Marken und Second Hand Läden. Genau das wünsche ich mir für die Zukunft: Dass der Wandel, der sich gerade vollzieht, immer stärker wird. Die Modeindustrie sollte sich zu einer nachhaltigeren Industrie entwickeln und nicht alles in ihrem Weg verschlingen.

Als ich nach Europa kam, war Ich schockiert, wie günstig Kleidung sein kann.

Manuel fotografierte für uns nicht nur Sofa Blazer. Klicke auf die Bilder, um zu den Produkten zu kommen.

Wie lange lebst du schon in Berlin und was gefällt dir daran?

Ich wohne hier seit etwas mehr als 3 Jahren. Berlin ist eine großartige Stadt und noch besser ist es im Sommer. Ich liebe die Mischung von Menschen, Sprachen und Kulturen. Es gibt viele kulturelle Veranstaltungen und ein tolles Nachtleben. Berlin fühlt sich lebendig an.

Was sind deine Lieblingsorte in Berlin?
Ich liebe die Parks, jeder Park hier ist schön. Man geht hinein und es ist, als wäre man mitten im Nirgendwo im Wald, kilometerweit weg von der Zivilisation. Durch sie zu gehen verschafft mir jeden Tag geistige Klarheit und doppelte Klarheit, wenn ich eine Fahrradtour hinzufüge.

Ich wohne hier seit etwas mehr als 3 Jahren. Berlin ist eine großartige Stadt und noch besser ist es im Sommer.

Wie unterscheidet sich dein Leben hier im Gegensatz zu Buenos Aires?
Geboren bin ich in Buenos Aires. Danach zog ich für viele Jahre in die kleinste Provinz Argentiniens, nach Tucumán und danach wieder zurück nach Buenos Aires. Auf dieser Reise hatte ich die Chance, viele Menschen kennenzulernen und arbeitete an vielen verschiedenen Projekten. Hier in Berlin dauerte es aufgrund der sprachlichen und kulturellen Unterschiede einige Zeit, bis ich meinen eigenen Platz in der Stadt gefunden habe. Als ich hierher gezogen bin, hatte ich weniger Kontakte als damals in Argentinien. Dieser Prozess des Umzugs und des Alleinseins hier hat mich wachsen lassen. Ich bin ein stärkerer Mensch, der viele neue Dinge lernen und verarbeiten kann.
Manuel Soria Fotograf

Manuel Soria by Eoin Moylan

lafillelea – Fotografin und Aktivistin

Bereits drei Serien hat die Fotografin Lea (lafillelea) für uns geschossen. Sie inspiriert uns nicht nur mit ihren Fotografien, sondern auch mit ihrer Arbeit in einem feministischen Kollektiv, ihrem Engagement gegen Sexismus auf Instagram und einer starken Meinung. Lea erzählt uns aus ihrem Leben, verrät ihre Meinung zu nachhaltiger Mode und teilt ihre Lieblingsplätze in Berlin.

lafillelea im ornament Buckethat

In meiner Freizeit widme ich mich größtenteils meiner Arbeit in unserem feministischen Kollektiv Stimmrecht gegen Unrecht.

Was machst du?

Grundsätzlich immer alles gleichzeitig und manchmal auch viel zu viel. Ich habe letztes Jahr meinen Bachelor in Kulturwissenschaft gemacht und studiere jetzt an der Universität der Künste Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation. Nebenbei arbeite ich beim Rbb im Rahmen des Jugendformats Safe.Space, das eine junge, weibliche Zielgruppe für Body & Mental Health Themen sensibilisieren will. In meiner Freizeit widme ich mich größtenteils meiner Arbeit in unserem feministischen Kollektiv Stimmrecht gegen Unrecht. Das ist in den letzten Jahren von einer Art Hobby zu einer richtigen Leidenschaft geworden, die mir sehr viel gibt.

Auszüge aus Leas Nacht Fotoshooting in Berlin – Klicke auf die Bilder um zu den Produkten von Malimo zu gelangen

Wie lebst du am liebsten Deine Kreativität aus?

Am häufigsten (überraschend) durch das Fotografieren, aber auch das Schreiben. Ich könnte auf beides nicht verzichten. Die Fotografie ist immer sehr impulsiv, schnell und da ich sehr gerne dokumentarisch fotografiere, auch eher ungeplant. Meine kleine analoge Kamera ist eigentlich immer dabei und kommt schnell bei unterschiedlichen Situationen zum Einsatz. Mit dem Schreiben ist das ein wenig anders, dafür nehme ich mir häufig bewusst Zeit, weil es manchmal wirklich Zeit und Ruhe braucht, Dinge aufzuschreiben, die einem so im Kopf rumschwirren. Oftmals zelebriere ich das auch richtig und setze mich für zwei Stunden in den Park oder ins Café und dann wird einfach geschrieben.

Wie siehst du den Beruf einer Fotograf:in?

Ich glaube sehr anstrengend. Ich selber verdiene mein Geld noch durch weitere Nebentätigkeiten, kenne aber viele Erfahrungen von Freund:innen, die hauptberuflich als Fotograf:innen arbeiten. Wie bei vielen anderen Jobs auch, muss man teilweise seine eigene kreative Vision bestimmten Autoritäten unterstellen, das kann viel Kraft kosten. Gleichzeitig ist es aber auch ein großes Privileg, mit seiner Passion Geld verdienen zu können und es gibt viele spannende Menschen in dem Umfeld, denen man sonst so nicht begegnen würde. Als Frau hat man es in der Branche aber dann gleich noch schwerer. Die Gender Pay Gap macht auch vor der kreativen Szene nicht halt und geschlechtsspezifische Machtverhältnisse spielen auch in der kreativen Szene und der Modeindustrie eine schwerwiegende Rolle.

 Als Frau hat man es in der Fotografiebranche gleich noch schwerer. Die Gender Pay Gap macht auch vor der kreativen Szene nicht halt.

lafillelea fotografierte das ünstlerInnen Duo generalconsultingberlin

lafillelea fotografierte das Künstler:innen Duo @generalconsultingberlin, beide tragen ihre handbetruckten T-Shirts, Luisa eine Upcycling Jacke, Max die corduroy/paisley Jacke (ausverkauft)

Wie würdest du deinen Stil beschreiben?

Eine Mischung aus klassischen Vintage Pieces, dem Bedürfnis, sich ab und zu dem Berliner »all black everything« Klischee hinzugeben und seit diesem Jahr endlich auch Farben, Farben, Farben! Hat ewig gedauert, bis ich Gefallen an Muster gefunden habe, aber diesen Sommer habe ich das sehr zelebriert. Und Flecken, die sind aufgrund meiner Grobmotorik und meinem vollen Körpereinsatz beim Essen eigentlich immer auf sämtlichen Kleidungsstücken zu finden.

Was bedeutet dir Mode?

Das kann ich nicht ganz klar beantworten. Mich stresst der Anspruch manchmal, dass Mode ein Spiegelbild des Charakters sein soll – An manchen Tagen fühle ich es einfach nicht. Gerade im Sommer merke ich, wie Mode für mich auf der einen Seite Empowerment, auf der anderen Seite aber auch Unsicherheit bedeuten kann. Es gibt Tage, da fühle ich mich sauwohl in meinen Kleidern und Shorts und dann wiederum Momente, in denen mich das Catcalling von Männern so nervt, dass ich mich unwohl fühle und darüber nachdenke, längere Hosen anzuziehen. Mit dem Alter wird das aber immer weniger und dieses Jahr wurden nach jeglichen Catcalls die Kleider nur noch kürzer bei mir.

 Ich wünsche mir, dass wir die Modeindustrie für alle nachhaltig gestalten und zugänglich machen.

Was wünschst du dir für die Zukunft der Modeindustrie?

Ein weniger dogmatisches Einteilen in »gut« und »schlecht« und ein Bewusstsein, dass Mode bzw. Kleidung auch immer eine Klassenfrage ist. Ich finde die FFF [Fridays for Future] Bewegung super beeindruckend, und es ist mega schön, dass die Anzahl an nachhaltigen Modelabels wächst. Aber Menschen, die prekär beschäftigt sind, dafür zu shamen, dass sie weiterhin bei nicht fairen Modeketten einkaufen, geht für mich gar nicht. Ich wünsche mir, dass wir die Modeindustrie für alle nachhaltig gestalten und begreifen, dass auch die Mode ein vielschichtiges Thema ist und in Kontext zu vielen anderen gesellschaftsrelevanten Themen gesetzt werden muss.

Lea in einer Selbstporträt Serie mit ihrer einzigartigen Upcycling Bomberjacke

Wie lange lebst du schon in Berlin und was gefällt dir hier?

Berlin und ich hatten dieses Jahr fünfjähriges Jubiläum! Am meisten liebe ich die Weite hier. Ich weiß, dass es genau das ist, was viele Menschen abschreckt, aber mir gibt sie ein Gefühl von Freiheit. An Tagen, an denen mir die Decke auf den Kopf fällt, fahre ich 45 Minuten mit dem Rad quer durch die Stadt und kann einfach abschalten, ohne Berlin verlassen zu müssen.

Außerdem inspiriert mich die  Anonymität. Du kannst dich hier an einem Tag komplett gehen lassen, dir die verrücktesten Sachen anziehen und am nächsten Tag weiß niemand mehr Bescheid. Dann taucht man ab und kann ein bisschen von vorne starten. Genauso inspirierend finde ich aber auch die unterschiedlichen Bezirke. Manchmal hat man das Gefühl, Berlin besteht aus kleinen Ministädten und überall erwartet dich etwas anderes. Aber auch du selbst wirst anders gesehen/gelesen.

Was sind deine Lieblingsorte in Berlin?

Auf jeden Fall der Flakturm im Humboldthain – cheesy Faktor immer stabil da oben, weil es einer der besten Spots ist zum Sonnenuntergang gucken. Tatsächlich trauere ich auch ein bisschen der Zeit im Grimm-Zentrum hinterher, an der Friedrichstraße und dem Mensacafé der Humboldt Uni. Dort hab ich meine letzten vier Sommer mit sehr guten Freund:innen verbracht, viel Hafercappuccino getrunken und mittelmäßige Gemüsetaler gefuttert, während wir uns durch den Hausarbeiten- und Bachelorarbeitdschungel gekämpft haben. Ansonsten liebe ich es, abends auf der Straße des 17. Juni Richtung Siegessäule zu Radeln oder früh morgens durch den Rehberge Park zu spazieren. Wein trinkt sich am besten im Durjardin in diversen Bars rund ums Maybachufer und die beste vegane Ente in Erdnusssoße gibt es auf der Greifswalderstraße.

Delfina Carmona – Künstlerin aus Buenos Aires

Delfina Carmona x Malimo

Delfina Carmona lebt in Buenos Aires und ist Fotografin, Art Director und Content Creator. Sie inspiriert uns mit ihren Kompostionen auf Instagram (@delfinacarmona) und wir freuen uns sehr, sie in unserer #malimofamily zu haben. Zu diesem Anlass haben wir ein Interview mit ihr geführt und haben sie gefragt, wie sie als Künstlerin in Argentinien lebt und was ihr an Berlin gefällt…

Delfina Carmona x Malimo
Wie ist es, als Künstler in Buenos Aires zu leben?

Um ehrlich zu sein, es ist nicht leicht. Die wirtschaftliche Situation unserer Stadt und des ganzen Landes ist immer äußerst instabil, und wenn man unabhängig arbeitet, ist es ziemlich schwierig zu wissen, wie viel Geld man am Ende des Monats haben wird. Stabilität wird deswegen oft zu einer unmöglichen Odyssee. Zumindest dank Plattformen wie Instagram bekommt man mehr Aufmerksamkeit und dadurch ein wenig mehr Anerkennung. Hierdurch kann ich nicht nur lokal, sondern auch international arbeiten.

Was sind deine Lieblingsorte in Buenos Aires?

Erst mal auf jeden Fall meine Wohnung, welche momentan Büro und Zuhause in einem ist. Aber es gibt hier auch viele schöne, grüne Parks, die wie kleine Oasen sind. Hier lese ich gerne, treffe Freunde und Familie oder verbringe einfach Zeit in der Natur. Es gibt auch viele tolle Kinos und Theater, wunderschöne Architektur, Galerien und Kulturzentren und charaktervolle Stadtviertel mit zahlreichen Bars. Die Leute in Buenos Aires sind sehr freundlich, offen und warm. Es gibt viele Orte, an denen man in Kontakt kommen und ein Bier trinken kann. (Natürlich nicht aktuell, da wir noch immer im Lockdown sind.)

Meine Kreativität ist nicht auf meine Fotografie beschränkt. Es gibt viele Möglichkeiten, wie wir täglich kreativ sein können! Ich probiere gerne neue Ausdrucksmittel aus.

Delfina Carmona in der artdeco/navy Cord Wendejacke und in der bird/navy Print Wendejacke

Wie lebst du am liebsten deine Kreativität aus?

Kreativität ist in vielen Bereichen meines Lebens präsent. Fotografie ist wahrscheinlich der offensichtlichste Bereich. Bei der Komposition und Fotografie von ästhetischen Situationen übe ich meine Ausdruckskraft fast jeden Tag. Ich liebe es, Selbstporträts zu entwerfen und vor der Kamera zu agieren, über Gesten nachzudenken und verschiedene Ausdrucksformen auszuprobieren.

Aber meine Kreativität ist nicht nur auf meine fotografische Arbeit beschränkt. Ich drücke mich gerne mit meiner Kleidung aus, indem ich entscheide, was ich zu einem besonderen Anlass oder einfach im täglichen Leben trage. Ich mag Musik sehr gerne und ich mag es, Playlisten zu erstellen, die verschiedene Stimmungen repräsentieren, die ich gerade durchmache.

Es gibt viele Möglichkeiten, wie wir täglich kreativ sein können! Ich probiere gerne neue Dinge, neue Ausdrucksmittel aus.

Delfina Carmona x Malimo
Wie würdest du deinen Stil beschreiben?

Kleidung und Stil sind für mich eine sehr wichtige Ausdrucksform. Ich bin klassisch und einfach, wenn es um die Wahl meiner Kleidung geht. Ich mag zeitlose Kleidungsstücke, die über Modetrends hinausgehen und trage gerne neutrale Farben wie Weiß, Schwarz, Grau, Nude-Töne, Erdtöne. Gerne füge ich auch Farbtupfer hinzu (normalerweise in Primärfarben) und trage manchmal völlig monochromatische Outfits. Ich mag angenehme Stoffe und Materialien, die gut passen, bequem sind und freie Bewegung ermöglichen –  denn ich ertrage es nicht, wenn ich mich unwohl fühle. Ich glaube, wenn ich mit einem Kleidungsstück nach draußen gehe, das mir irgendwie unangenehm ist, kann ich den Rest des Tages nicht mehr genießen und ich selbst sein.

Woher ziehst du deine Inspiration?

Ich denke, Inspiration kommt immer von vielen Orten. Es kann etwas ganz Kleines sein, wie ein Licht zu sehen, das durch das Fenster kommt und auf Gegenständen reflektiert wird, es kann ein Gespräch sein, das ich mit jemandem hatte, eine Szene aus einer Serie oder einem Film, die ich gesehen habe, ein Traum, den ich hatte, eine Geste, eine Farbe, ein Gegenstand, der mir fotogen erscheint… Ich lasse mich gerne überraschen und von alltäglichen Dingen inspirieren. Manchmal taucht eine Inspiration auf, während ich etwas mit meiner Kamera ausprobiere, und manchmal kommt sie wie von Zauberhand aus dem Nichts und lädt mich zum Handeln ein. Beide Prozesse sind gültig und der Wunsch und das Bedürfnis, etwas zu schaffen, treten nicht immer auf die gleiche Art und Weise auf.

Berlin hat mich völlig in seinen Bann gezogen! Ich freue mich, bald dorthin umzuziehen.

Was magst du an Berlin und warum möchtest du hierher ziehen?

Ich besuchte Berlin zum ersten Mal vor zwei Jahren auf einer Europareise während meinen Flitterwochen. Die Stadt hat mich und meinen Mann (er ist auch Künstler!) völlig in ihren Bann gezogen. Die Energie der Menschen, die Orte, die künstlerischen Räume, die Natur, alles erschien uns wunderbar, und deshalb sind wir letztes Jahr zurückgekehrt, um etwa zwei Monate in der Stadt zu arbeiten und zu leben. Wir haben viele argentinische Freunde, die dort leben, und wir freuen uns darauf, bald dorthin umzuziehen. Ich denke, dass die Sprache im Moment vielleicht das größte Hindernis ist (zusätzlich zu den harten Wintern), aber wir sind bereit, zu lernen und uns von dem, was Berlin zu bieten hat, mitreißen zu lassen.

The Pichis – LGBTQ Representatives & Fashion Designers

The Pichis Malimo x General Consulting Berlin

Heute möchten wir euch einen weiteren Teil der Malimo Family vorstellen: The Pichis (@the.pichis). Das sind Luis und Ciarán, ein verheiratetes Paar aus Dublin. Sie arbeiten an ihrem eigenen Modelabel P.Shirts: Vintage, unisex und einzigartig. Auf Instagram inspirieren sie uns mit ihrem besonderen Stil. Wir haben ihnen ein paar Fragen zu ihrem Leben als Paar, ihrem Label und ihren Inspirationen gestellt.

The Pichis Malimo x General Consulting Berlin
Wer seid ihr?

Wir sind ein verheiratetes Paar und leben in Dublin, Irland. Wir lieben Vintage Fashion, Fotografie und Kunst. Eine unserer Herzensangelegenheiten ist es, LGBTQ Content auf Social Media zu teilen und dadurch Stereotypen zu Geschlecht, Identität und Liebe zu brechen.

Wie habt ihr euch kennengelernt?

Wir haben uns vor 4 Jahre in einem Restaurant kennengelernt. Luis hat dort gearbeitet und Ciarán war als Gast da. Unser erstes Date war dann am 2. November – an Ciaráns Geburtstag! Seitdem sind wir zusammen. 2015 wurde die gleichgeschlechtliche Ehe in Irland durch ein Referendum legalisiert und wir haben dann im Dezember 2016 in Bray, Irland, geheiratet.

Wie entstand The Pichis?

Wir gründeten The Pichis gleich nach dem Referendum. Wir dachten uns, es wäre eine gute Idee, unser gemeinsames Leben auf einem Instagram account zu teilen und so der LGBTQ Community in Irland und auf der ganzen Welt eine zusätzliche Stimme zu geben. So entstand eine Seite, auf welcher man uns als Paar ohne Scham für ihre sexuelle Orientierung sehen kann. Außerdem wollten so mehr Leute wie uns kennenlernen.

Was könnt ihr uns über P.Shirts, euer eigenes Label, erzählen?

Die letzten zwei Jahre haben wir an unserem Label gearbeitet. P.Shirts (@pshirts.ie) ist eine Sammlung aus Vintage Shirts, die alle einzigartig, individuell und unisex sind. Diese Arbeit hat uns die Möglichkeit gegeben, die Fashion Industrie neu zu entdecken und sie aus einer anderen Persepektive zu betrachten, der Perspektive der Nachhaltigkeit.

Wir möchten Fast Fashion vermeiden. Stattdessen unterstützen und promoten wir kleine Labels, die bei ihrer Produktion wiederverwenden oder upcyclen. Das ist für uns die Zukunft der Mode und unser Traum ist es, unsere Brand nachhaltig weiterzuentwickeln.

                                                                                                                                                                                                       Luis in our Malimo x General Consulting „Zahnpflege“ Shirt

Ciarán in our Malimo x General Consulting „Schnittblumen“ Shirt

Wie beschreibt ihr euren Stil und was inspiriert euch?

Ciarán: Bold, underground, raw, genderless & street. Meine Inspirationen kommen von der Queer Rave Scene. Das ist ein Ort, an welchem man sich frei entfalten kann. Ohne Angst davor, verurteilt zu werden und ohne festgefahrene Geschlechterregeln.

Luis: Vintage, bohemian, gypsy, pirate inspired & gender free. Ich lasse mich viel von 80s Fashion, Colour Blocking und großen Formen inspirieren. Außerdem bin fasziniert von Abbildungen von Ureinwohnern und antiken Gesellschaften und wie man diese modernisieren kann.

Was bedeutet Fashion für euch? Und: Habt ihr Tipps?

Fashion ist für uns eine Art der Selbstverwirklichung. Sie gibt uns Individualität, Leidenschaft und das Statement, wer wir sind. Es ist außerdem eine große Motivation, andere und auch uns selbst mit unserem Schaffen zu inspirieren.

Der einzige und vermutlich wichtigste Tipp ist: Sei du selbst. Hab keine Angst davor, mit deiner Kleidung zu experimentieren und damit dich selbst auszudrücken. Sei furchtlos, achte auf Details und ignoriere die Kritik Anderer. Vertrau dir selbst.

30 by Isabell – „Summer Groove“ Morning Playlist

Spotify Cover - Morning Playlist

In den letzten Monaten haben unterschiedliche Mitglieder der Malimo Family Playlisten zusammengestellt. Immer 30 Songs zu einem Thema ihrer Wahl. Heute die erste Vorstellung auf dem Blog!

Diesmal hat Isabell für euch die Morning Playlist „Summer Groove“ zusammengestellt. Wir verraten euch außerdem zu welcher Gelegenheit sie die Playlist am liebsten hört und (super secret) ihr musikalisches Guilty Pleasure.

Isabell ist ein absoluter Morgenmensch und liebt es, frühs spazieren zu gehen. Mit ihrer Morning Playlist im Ohr geht sie raus und beobachtet die Welt, während alles noch schläft. Die Sonne steht tief, der Park ist noch fast menschenleer und gehört den Spatzen und Ratten. Das ist für sie der magischste Moment. Einfach stehen bleiben und die Welt um sich beobachten. Ab und zu bringt sie das sogar (vor Freude) zum weinen.

Woran erinnert dich die Musik in deiner Morning Playlist sonst noch?

Isabell: Unterwegs sein. Im Sonnenschein durch die City oder durch’s Land cruisen, ob mit dem Fahrrad, Auto oder der Bahn. Einfach nur aus dem Fenster gucken, und beobachten, was man sonst nicht wahrnimmt: Menschen, durch Bäume flackerndes Licht, Vögel. Alles was vorbeikommt.

Isabells Lieblingsort am Morgen: Das leere Ufer an der Spree, mit Blick auf den Fernsehturm und  die vorbeifahrenden S-Bahnen.

Leeres Spreeufer

Welche Musik hörst du ansonsten gerne? Hast du ein Guilty Pleasure?

Isabell: Mein Musikgeschmack ist intuitiv und durcheinander. Was ich höre, hängt von Stimmung und Anlass ab. Zum Yoga am liebsten Organica / Electronica, zum einschlafen Ambient Musik, abends Loungy Acid Jazz, und unter der Dusche brauche ich auf jeden Fall Energie und Bass –  da können gerne mal 80s und 2000er dabei sein. Ansonsten auch Musik die mich zum lachen oder weinen bringt. Musikalisches Guilty Pleasure: Australischer HipHop (Hilltop Hoods und Bliss N Eso).

Spotify Cover - Morning Playlist

Klicke aufs Cover

Vielleicht sollten wir alle früher aufstehen und unseren Morgen bei einem Spaziergang genießen. Eine gute Morning Playlist wie Isabells „Summer Groove“ kann dabei bestimmt nur helfen…

Wie lebt ein Model in Berlin? Interview mit Luise

Model in Berlin Luise

Nachdem wir im Oktober wieder mit unserem Model Luise ein Fotoshooting gemacht haben, dachten wir, es ist höchste Zeit, sie euch als Teil der Malimo Family etwas besser vorzustellen. Luise (@rhabarbarspiderman) ist ein Model in Berlin, frisch gebackene Abiturientin, Kunstgeschichte-Studentin und ambitionierte Malerin. Mit ihr zu shooten, macht immer wahnsinnig Spaß, weil sie mit viel Elan und Komik dabei ist.

Model in Berlin Luise

Was willst du mal werden, wenn du – noch – größer bist? 
Zuallererst will ich natürlich noch körperlich ein bisschen größer werden, das wäre cool. Aber eigentlich will ich Künstlerin werden – am besten in einem Landhaus in der Toskana leben, einen Strohhut tragen und unter meinem Feigenbaum sitzen und malen – das ist der große Traum.

Was machst du gerne, ohne dass es dir etwas bringt?
Definitiv an erster Stelle steht: Aus dem Fenster gucken und Musik hören, warten und Musik hören, Leute beobachten und Musik hören… Das ist so ziemlich meine Lieblingsaktivität, weil ich immer ein bisschen tagträumen kann. An stressigen Tagen beruhigt mich das sehr oft. Auch wenn ich grade nicht wirklich aus dem Fenster oder Ähnliches starren kann, dann ist Musik in jedem Fall immer mein erster Anlaufpunkt – ob selber Musik machen oder sie hören.

Was bedeutet dir Nachhaltigkeit? 
Ich würde sagen, dass ich mich schon unheimlich anstrenge. Ich wurde sogar zum Öko-Menschen meines Jahrgangs gewählt! Ich bin Veganerin, kaufe beinahe ausschließlich Second Hand (so um die 90%), kaufe so wenig in Plastik verpackte Dinge wie nur möglich… Außerdem versuche ich so wenig wie möglich zu fliegen, was meistens nur an meiner Arbeit scheitert, da habe ich oft keine andere Wahl.

Was bedeutet dir Berlin? 
Berlin bereichert mein Leben durch den permanenten Einfluss von verschiedensten Eindrücken und Stimulation meiner Sinne. Dadurch, dass ich hier aufgewachsen bin, ist es für mich wahrscheinlich nicht mehr so aufregend wie für viele, aber ein Abenteuer gibt es trotzdem fast jede Nacht. Fast alle meine Freunde wohnen hier und ohne die geht sowieso gar nix. Zudem kommt natürlich noch, dass ich hier unglaublich gut Arbeit finden kann und es eigentlich immer was zu tun gibt.

Was machst du an stressigen Tagen?
Ich versuche immer für mich selbst zu kochen und den Vorgang des Schnippelns und Kochens als kleinen Verbindungspunkt mit mir selbst wahrzunehmen – und dann halt eine gute Mahlzeit mit mir selbst zu essen, das ist eigentlich immer beruhigend für mich.

Wir freuen uns sehr, Luise als Teil der Malimo Family bei uns zu haben!

Making-Of der Kollaboration mit General Consulting Berlin

Für unsere erste Kollaboration hat das Duo General Consulting Berlin (@generalconsultingberlin), bestehend aus Luisa und Max, die zwei T-Shirts „Schnittblumen“ und „Zahnpflege“ entworfen und per Hand gesiebdruckt. Die limitierte Auflage ist nur online erhältlich. 
Wie kam es zu den Designs? Die Designs Zahnpflege und Schnittblumen sind Zeichnungen, die wir dem kleinen grauen Skizzenbuch von Max entnommen haben. Inspiration sucht Max meist in seiner näheren Umgebung –  Schnittblumen war tatsächlich ein vertrockneter Geburtstagsblumenstrauß in unserem Zimmer und Zahnpflege sagt uns vielleicht, dass Max eine neue Zahnbürste braucht.

Wieso benutzt ihr Siebdruck? Die Siebdrucktechnik ermöglicht es uns die Zeichnungen von Max auf T-Shirts zu bringen. Die Shirts sind im Prinzip ein wandelnder Ausstellungsraum. Max und ich machen Siebdruck im DIY – Bereich. Wir nutzen keine Maschinen, sondern lediglich den Siebdruckrahmen, Emulsion, ein bisschen Licht, Farbe und Textil. Alle T-Shirts mit den Designs Zahnpflege und Schnittblumen sind in unserem Wohnzimmer im Berliner Wedding entstanden. Und: alle T-Shirts aus der Malimo x General Consulting Berlin Kollektion sind Unikate, denn jeder Druck ist etwas anders.

Prozess: Vor dem Druck muss das Motiv auf eine transparente Klebefolie gedruckt werden und das Sieb mit Fotoemulsion beschichtet werden und in Gelblicht trocknen. Die Folie muss auf das Sieb geklebt und mit UV-Licht belichtet werden. Im Druckprozess legt man das Shirt unter das Sieb, trägt Textilfarbe auf das Sieb und zieht sie mit einem Rakel über das Motiv. Die Farbe muss trocknen. Danach fixiert man das Ganze mit Hitze.

Die T-Shirts sind CO2 neutral von Earthpositive hergestellt worden. Sie sind unisex und in den Größen S,M & L erhältlich. 

Mehr über die Hintergründe der Zusammenarbeit könnt ihr im Podcast noema hören.

Interview: 10 Fragen an Isabell & Johannes

 

Die Mädels von Aequem haben uns zehn Fragen gestellt. Das Original Interview auf Englisch findet ihr auf Aequems Blog.

1. Hey ihr beiden, erzählt uns ein bisschen von euch und wie ihr euer Label gestartet habt.

Wir sind Johannes & Isabell, die Gründer von Malimo. Statt Modedesign zu studieren, sind wir fast zwei Jahre lang um die Welt gereist. Als wir in Indien waren, konnten wir nicht anders, als uns in all die Farben und Muster zu verlieben. Das Land hat uns sehr inspiriert. Ganz spontan bauten wir eine enge Beziehung zu unserem derzeitigen Schneider auf. Er teilt unsere Wertschätzung für Menschen und unseren Planeten. Wir drei waren sofort ein Match. Seitdem wachsen wir mit MALIMO zusammen. Wir haben ne Menge Spaß dabei.

2. Wie findet ihr Inspiration, wenn ihr neue Stücke entwerft?

Wir finden Inspiration auf Reisen in weit entfernte Gegenden wie Indien und Indonesien. Ansonsten lieben wir es mehr über Modegeschichte zu lernen. Wir haben gerne traditionelle Elemente in unseren Designs und mischen diese mit aktuellen Trends. Die Bomberjacke zum Beispiel ist ein Stück mit einer langen, interessanten Geschichte. Unser Ziel ist es, Stücke zu entwerfen, die unsere heutige Zeit repräsentieren und dennoch zeitlos sind.

3. Für uns hier bei Aequem ist Nachhaltigkeit alles. Was bedeutet Nachhaltigkeit für euch und MALIMO?

Wir beide haben einen ziemlich alternativen Hintergrund. Viele unserer Freunde sind Vegetarier, kaufen Bio-Lebensmittel und fahren hauptsächlich mit dem Fahrrad oder Öffis. Für uns ist Nachhaltigkeit ein Lebensstil, mit dem wir aufgewachsen sind. Es fühlt sich für uns natürlich an, unseren Kaffee ins eigene Einmachglas to go zu holen. Uns sind die Auswirkungen der Modewelt, generell großer Firmen, auf unserem Planeten bewusst. Für uns ist Nachhaltigkeit der einzige Weg. Auf diesen Grundsatz haben wir MALIMO aufgebaut. Wir vermeiden Plastikmüll, wo wir können, verwenden unsere zurückgesendeten Versandkartons wieder und pflanzen zehn Bäume für jeden Einkauf.

4. Wir lieben den entspannten Vibe eurer Marke. Wie habt ihr diese Ästhetik entwickelt?

Als wir mit MALIMO anfingen, war Minimalismus großer Trend in der Mode. Schlicht, weiß, grau und schwarz. Das hat uns ziemlich gelangweilt und wir haben uns für eine buntere Alternative entschieden. Wir fanden, dass besonders faire und nachhaltige Mode an „Spritzigkeit“ mangelt. Diese Langweiligkeit wollten wir durchbrechen.

5. Wo und wann trägt man eure Teile am besten?

Wirklich zu jedem Anlass und an jedem Ort. Wir hatten eine 75-jährige Dame, die eine unserer Jacken für eine Hochzeit kaufte. Am nächsten Tag kaufte ein 18-jähriger Dude eine zum Skaten.

6. Okay, jetzt erzählt uns mehr über euch…

Johannes wollte immer Erfinder oder Zauberer sein. Isabells größter Traum war es, Kriminalkommissarin bei K11 zu sein. So wie’s aussieht bleiben wir jetzt  aber erstmal bei Mode.

7. Was macht ihr als erstes, wenn ihr morgens aufwacht?

Wir beide sind ziemlicher Fan davon eine Morgenroutine zu haben: Bett machen, Heiße Zitrone trinken, meditieren, eine kurze Yoga-Session, und ein Käffchen zum Tagebuch schreiben.

8. Wenn ihr Celebrity wärt, wer würdet ihr sein?

Richard Branson, wenn man ihn als Celebrity bezeichnen kann. Das Leben auf Neckar Island ist bestimmt nicht ganz übel.

9. Welches ist euer Lieblingsstück aus der aktuellen MALIMO Kollektion und warum?

Aktueller Favorit ist unsere Dancing Bird Wendejacke. Man kann sie wenden wie man gerade Lust hat. Entweder volle Kanne Funky mit unserem Bird Print oder Undercover mit der einfarbigen Seite. 

10. Wenn ihr unseren Lesern einen Ratschlag mit auf den Weg geben könntet, was wäre das?

Wir sind alle eins. Wir sind alle atmende Menschen, die gemeinsam auf der Erde leben. Konzentriert euch nicht auf die Unterschiede zu anderen, sondern auf Gemeinsamkeiten.